Gestalten persönlicher Fotoleinwände

Hier möchte ich eine „do it yourself“- kurz DIY Idee vorstellen, die mir privat in letzter Zeit immer wieder auf „youtube“ oder „pinterest“ über den Weg gelaufen ist. Die Idee handelt von der einfachen Gestaltung von Fotos auf Leinwänden und musste jetzt einfach mal von mir umgesetzt werden, da ich finde, dass diese persönliche Dekoidee in jedes zu Hause gehört. Auch war ich neugierig, ob es wirklich so einfach funktioniert, wie in den Videoanleitungen, die ich zuvor gesehen habe.

Doch wie soll das funktionieren? Im Prinzip geht es nur um die Übertragung von Lieblingsfotos auf Leinwände. Die Umsetzung ist eigentlich ganz simpel und nicht sehr zeitintensiv.

Was wird benötigt? Ein paar Leinwände in Wunschgröße. Ich habe bspw. 20x40 cm benutzt und zwei Fotos nebeneinander platziert. Natürlich kann man alle erdenklichen Größen verwenden. Nur das Foto sollte dann auch die jeweilige Größe haben. Dies ist aber auch abhängig von Rahmen oder einer vollflächigen Beklebung.

Weiterhin benötigt man einen Pinsel oder Schaumstoffpinsel zum Auftragen. Letzterer kann keine unschönen Haare verlieren.
Dann braucht man noch „LIQUITEX MATT GEL MEDIUM“ (Malmedium zum Verflüssigen von Farben) zum Übertragen des Fotos auf den neuen Untergrund und „mod podge“ (Serviettenkleber) zum Lackieren der Oberfläche. Beides gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen bei Amazon oder im Künstlerbedarfhandel. Ich habe bisher nur die genannten Produkte probiert, es müsste aber auch mit günstigeren Materialien funktionieren. Hier gilt - entweder probieren oder im Fachhandel beraten lassen.

Als erstes benötigt man ein Foto in der passenden Größe und schneidet es sich zurecht. Achtung! Das Foto wird dabei zerstört, also sollte man sich immer zwei Abzüge bestellen. Hier muss man auch probieren ob jedes Foto funktioniert. Bei meinem ersten Versuch verwendete ich ein Foto, welches bei einer großen Drogeriemarke entwickelt wurde. Es hat leider nicht richtig funktioniert, den das Foto klebte nicht auf der Leinwand.
Noch besser geht ein ausgedrucktes Foto auf Kopierpapier, allerdings nur mit einem Laserdrucker. Inkjetdrucke funktionieren nicht! Vorteil von Ausdrucken auf Papier ist, dass man selbst individuell die Größe des Bildes auswählen kann.

 

Nun bestreicht man die Vorderseite des Fotos reichlich mit dem Gel Medium und klebt es auf die Leinwand.

Mit einer Pappe oder einer entwerteten EC- oder Kundenkarte streicht man vorsichtig überflüssiges Material und Blasen zu allen Seiten heraus.

Nun muss das ganze trocknen. Ich habe dies meist abends beklebt und über Nacht trocknen lassen.

Früh am nächsten Tag, das Bild mit einem nicht fusselnden Tuch oder Schwamm befeuchten und abreiben, so dass sich die hintere Papierschicht löst.

Je stärker und länger man reibt, umso mehr löst sich auch die Farbe des Bildes. Ich habe das Bild immer ein paar Minuten mit Wasser eingeweicht. Damit kann man gewollte Alterungseffekte erzielen. Aber Vorsicht – zu viel kann auch Teile des Bildes wegrubbeln die eigentlich erhalten bleiben sollten.

Ich habe auch gesehen, dass das gleiche auch mit Fotos auf Holz funktioniert – leider aber noch nicht getestet.

Ist alles Papier abgerubbelt, restliche Fusseln entfernen. Dann alles wieder trocknen lassen. Hat bei mir max. 1h gedauert.

Nun noch Serviettenkleber als Lasur auftragen und wieder trocknen lassen.

Fertig ist der ganz persönliche Fotodruck.
Nun muss er nur noch an die Wand, damit es jeder bestaunen kann.

Auch hier gilt einfach probieren und viel Spaß dabei.