6 Tipps zum Sofa-Kauf – was Sie beachten sollten

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

 Das Sofa - ein Möbel wie ein guter Freund. Grund genug, ihm unsere vollständige Aufmerksamkeit zu schenken.

Das Sofa ist unsere Insel im Alltag: Familienzentrum, Liegewiese, geselliger Mittelpunkt, eine Auffangstation nach langen Tagen. Nach Hause kommen und sich auf die Couch fallen lassen – wer liebt das nicht? Doch deren Anschaffung will wohl überlegt sein.

Wie finden Sie das richtige Sofa und was müssen Sie beachten?

In Möbelgeschäften und Katalogen erwartet Sie ein schier erschlagendes Angebot an Couches, Sofas, Lümmelgarnituren. Sie müssen sich entscheiden zwischen Zweisitzer, Dreisitzer, mit integrierter Récamiére – oder ohne, dafür aber als Schlafsofa? Kaltschaumpolster oder Federkern? Leder-, Samt- oder doch Alcantarabezug? Von den zahlreichen Herstellern ganz zu schweigen.

Stellen Sie sich die entscheidende Frage: Wo soll das Sofa stehen? Wenn Sie die beantwortet haben, können Sie anfangen, über konkrete Modelle nachzudenken.

1. Wer wird das Sofa wofür nutzen?

Die Suche nach der perfekten Couch geht also los. Fragen Sie sich zu Beginn, welcher Sofa-Typ Sie sind. Schauen Sie hier fern oder empfangen Sie Gäste zum Tee? Legen Sie beim Lesen oder Fernsehen gerne die Beine hoch? Dann empfiehlt sich eine Récamière oder Chaiselongue. Brauchen Sie das ausklappbare Gästebett überhaupt? Kurz: Wer wird das neue Polstermöbel wann und wie nutzen?


Was muss ein Sofa können?

Manche bieten grenzenlose Bequemlichkeit: Sie können die Armlehnen umklappen, Sitzflächen drehen, Fußstützen ausfahren, Kopfkissen verstellen, Rücken verlängern, Sitztiefe vergrößern, Liegefläche bieten – alles per Knopfdruck. Das wird nur noch überboten von Relaxsesseln, die Ihnen auch noch eine Massagefunktion anbieten.

Denken Sie dabei aber vorrangig an Ihre Bedürfnisse und nicht die Ihrer Gäste – schließlich werden Sie deutlich mehr Zeit auf dem Sofa verbringen!

2. Wo und wie soll das Sofa stehen?

Ob es ein Zwei- oder Dreisitzer, ein Ecksofa oder eins mit verschiebbaren Lounge-Elementen wird, hängt natürlich auch stark von der Raumgröße und dem Schnitt des Zimmers ab.

Eine XL-Sofalandschaft sieht im Möbelgeschäft prima aus – in kleineren Räumen kann sie jedoch auch erdrückend wirken. Fragen Sie sich, ob mit dem Sofa im Raum noch genügend Platz ist, sich frei durchs Zimmer zu bewegen, und gegebenenfalls ein Couchtisch aufgestellt werden kann. Oder wie viel Platz das Sofa einnimmt, wenn man die ausklappbare Bettfunktion nutzt.


Machen Sie ein Mock-up

Um sich die Größe des Möbels besser vorstellen zu können, helfen Skizzen und Mock-ups.

Fehl geplant!

Nehmen Sie Ihren Grundriss zur Hand und schneiden Sie die „Möbel“ aus, so können Sie diese beliebig im Raum hin und her bewegen.
Ist Platz für zwei Sofas? Vielleicht sogar einander gegenüber am Kamin? Oder sitzen Sie lieber vis-a-vis vom Fernseher? Soll es um die Ecke gehen? Dann können Sie sich auch mal ausstrecken. Wenn das Sofa freisteht, kann man es auch als Raumteiler nutzen, indem man hinter seinen Rücken einen Tisch oder eine Konsole stellt - als Ablage für Bücher, Accessoires und Leuchten.


Schaffen Sie eine Insel im Raum

Wenn sich so ein Designerstück in eine Sitzgruppe einordnen soll, erfordert das Fingerspitzengefühl. Am besten gelingt das mit einem Teppich. Er gibt den Möbeln optischen Halt, und macht aus einer unkoordinierten Ansammlung von Sofa, Sesseln und Couchtisch ein geschlossenes Ensemble.

3. Wie groß sind Sie?

Auch Faktoren wie die Sitzhöhe und -tiefe sollten vor dem Kauf berücksichtigt werden. Wofür Sie sich entscheiden, sollten Sie davon abhängig machen, ob Sie die Couch eher im Sitzen oder im Liegen nutzen. Grundsätzlich fällt das Aufstehen aus niedrigeren Polstermöbeln natürlich schwerer, als aus höheren – dafür ist aber der Lounge-Komfort bei solchen Sofas größer.

Große Menschen brauchen höhere Sofas mit mehr Sitztiefe – und auch älteren Menschen fällt das Aufstehen aus einem höheren Modell leichter. Ideale Sitzhöhen liegen etwa zwischen 43 und 48 Zentimetern, während Sitztiefen zwischen 55 und 62 Zentimetern variieren. Lassen Sie sich hier vom Fachhändler Ihres Vertrauens beraten und bestenfalls auch Ihre Körpermaße abmessen.

4. Was muss der Sofabezug aushalten können?

Größe und Form sind beschlossene Sache – doch woraus soll der Bezug der neuen Couch bestehen? Aus Stoff oder doch lieber aus Leder? Überlegen Sie hier gut, denn am Ende steht und fällt damit die Wirkung und Praktikabilität des Sofas.

Bei textilen Bezügen gibt es natürlich eine größere Auswahl an Mustern und Farben. Es gibt Bezüge aus Wolle oder Baumwolle, die von Natur aus schmutzabweisend sind, aber mittlerweile auch viele hochwertige Mikrofaserstoffe oder Mischgewebe, die besonders belastbar und pflegeleicht sind. Besonders für einen Haushalt mit wild tobenden Kindern, Haustieren oder vielen Gästen sind solche synthetischen Stoffe (etwa Alcantara) geeignet, da sie einfach zu reinigen und zu pflegen sind.
Lassen Sie sich beraten und klären Sie die Belastbarkeit und Robustheit der Gewebe. Es gibt Richtlinien und Werte die den Verschleißwert durch die Belastung ermitteln. Der Fachhändler weiß hierüber Bescheid. Fragen Sie außerdem nach der Lichtechtheit. Diese bezieht sich auf die Fähigkeit eines Textils, auch unter Einwirkung von Sonnenlicht die Farbe zu bewahren.
Leder ist nicht nur optisch, sondern auch haptisch ein Erlebnis. Dennoch sollten Sie bedenken, dass Leder ein Naturprodukt ist und Flüssigkeiten schnell einziehen und dauerhaft Flecken hinterlassen können.

5. Wollen Sie mit dem Sofa ein Statement setzen – oder lieber mit Accessoires?

Für manche Sofabezüge muss man mutig sein. Bei einem knalligen Rot, frischem Blau oder einem gemusterten Bezug sollte man zwar etwas mehr auf das restliche Farbkonzept des Raumes achten – richtig eingesetzt ist eine solche Couch dann aber ein echter Eyecatcher. Ob modern, barock, romantisch oder futuristisch, es gibt Modelle, die haben eine so ausgeprägte Formensprache, dass sie alle Blicke auf sich ziehen. So eine Sofa-Diva steht am liebsten alleine, zum Beispiel vor einer ruhigen Wand, nur begleitet von einem kleinen Beistelltischchen.

Auf Couches in neutralen Farben können farbenfrohe Kissen immer wieder andere tolle Akzente setzen – und ganz schnell ausgetauscht werden.

6. Wie fühlt sich das Sofa so an?

Um die Spreu vom Weizen zu trennen, sollten Sie am besten vorher probesitzen. Wer eine Couch nur übers Internet kauft, hat immer das Risiko, dass sie im Endeffekt doch nicht zu den eigenen Gewohnheiten und Bedürfnissen passt. Scheuen Sie sich auch nicht Ihre Nase an das Sofa zu halten und eine Geruchsprobe zu machen.
Der Sofa-Kauf hängt natürlich auch von besonderen Ansprüchen und Ihrer Lebenssituationen ab. Wenn Sie die Veränderung lieben, können Sie auch zu einem einfachen und preiswerten Sofa greifen, das vielleicht nur einige Jahre gut in Form bleibt. Modelle mit langer Lebensdauer sind entsprechend teurer – aber eben eine Investition, die sich lohnt.

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